Lieber Michel – Exportüberschüsse sind das Recht, später Importüberschüsse zu machen

Michel:
Ja, unsere Exportüberschüsse wachsen ganz fabelhaft, aber niemand kann sich Deutschland als Importüberschussland vorstellen? Wir wollen doch einfach nur Geld haben?

Guthabenbremse:
…auch Geldvermögen sind nur das Recht später überschüssig zu kaufen.

Michel:
Aber man muss ja nicht kaufen? Wir wollen uns doch absichern!

Guthabenbremse:
Nö, man kann seine Rechte zu kaufen  auch abschreiben. Oder mächtige Schuldner sorgen dafür, dass man kauft. Sie können uns Käufer aus anderen Ländern in die Sozialsysteme schicken, welche statt uns konsumieren. Oder unsere Export-Konzerne und Banken müssen auf einmal Schadensersatz für irgendwas kaufen. Oder wir müssen leider Kriegsgerät kaufen. Unsere Sozialabgaben und Steuern werden so hoch, dass wir unser kleines Rest-Einkommen vollständig für unsere notwendigsten Bedürfnisse konsumieren müssen.

Michel:
also müssen wir ja jetzt noch mehr sparen um dafür vorzusorgen?

Guthabenbremse:
Nein, wir müssten mehr kaufen, also mehr in unser noch schönes Land investieren, damit wir nicht wieder in Krieg und Elend landen.

Wohlstand der Nationen oder Wettkampf der Nationen? Mutti’s Mitspieler wollen bares…

Es gehört zum Grundwissen des gesamtwirtschaftlichen Denkens, dass gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge oft das genaue Gegenteil der einzelwirtschaftlichen Zusammenhänge sind.

Und so ist es auch beim Wettbewerb – einzelwirtschaftlicher Wettbewerb in einem gesamtwirtschaftlich nützlichen Kontext geSTEUERrt, schafft den Wohlstand der Nationen.  Ein Preiswettkampf einer oder einer Gruppe von Nationen für Exportüberschüsse, schafft den Wohlstand aller beteiligten Nationen ab!

Nun ist der Plan der deutschen Horterpolitik, wohl wegen der unangenehmen „Rettungserfahrungen“, künftig nicht den Rest Europas sondern den Rest der Welt für die Geldvermögensbildung zu verschulden. Nur haben die potentiellen Mitspieler wohl keine Lust am deutschen Exportüberschuss-Weltkrieg (Pakt für Wettbewerbsfähigkeit) unter Schrumpfung des eigenen Binnenmarktes teilzunehmen. Und wenn, dann nur gegen bares…..die wissen wohl, wie man der „Horter-Queen von Berlin“ richtig weh tut. 🙂

Vorsicht – grenzwertige Satire – Lied der Horter Jugend – denn heute retten wir Europa, und morgen den Rest der Welt….

Exportüberschüsse – ein Gedicht über „undenkbare Trivialitäten“

Warum exportiert Deutschland wie noch nie?
Na, wegen der Staatsschuldenphobie!
Dem Bürger ist das Sparen ein Brauch,
und dem Staatshaushalt nun auch,
da gibt es nur den einen Schluss
das Land braucht den Exportüberschuss.

Staatsschuldenwachstum = Wachstum der privaten Geldvermögen minus Exportüberschuss

und für die Importüberschüssler
Staatsschuldenwachstum = Wachstum der privaten Geldvermögen PLUS Importüberschuss

und für die größten Narren
Exportüberschüsse der Einen = Importüberschüsse der Anderen.

und zur „Retterei“
wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein.

Paule Krugman versucht es mit Lyrik in der NY-Times

und die erst – der deutsche Raubzug durch Europa – nur leider kann man Forderungen gar nicht rauben, man muss sie vielmehr abschreiben, wenn man nichts beim Schuldner kaufen möchte.