5 Jahre Vordenker-Vorsprung – heute Bargeldabschaffung und Alternativen


2009 habe ich am Rande des G20 in London einen Film uraufführen lassen, welcher das Mittel der Bargeldabschaffung als Lösungsansatz für die eskalierende Guthabenkrise aufzeigen sollte. Das Thema wird nun schon seit 2014 immer mal wieder diskutiert – hier nun Prof. Dr. Max Otte  zum Thema.

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2 Anleitungen: „Staatsverschuldung wirksam begrenzen“


Die erste Anleitung hat fast 200 Seiten und wurde vom Sachverständigenrat schon 2007 in Vorbereitung der sog. Schuldenbremse erstellt – der Inhalt ist so lang wie zweifelhaft. Ein Mitglied des Sachverständigenrates (Stützel Schüler Peter Bofinger) hat ein widersprechendes Minderheitenvotum zur Schuldenbremse eingebracht. Leider bringt auch Herr Bofinger das Thema kaum mal in aller gebotenen Klarheit und Kürze auf den Punkt. Deshalb von mir nun eine zweite Kurz-Anleitung zur wirksamen Begrenzung der Staatsverschuldung:

saldenmechanisch/logisch gilt:
Verkaufsüberschüsse(Geldvermögensaufbau) eines Sektors sind die Kaufüberschüsse(Geldvermögensabbau) des Rest der Welt.

Also gilt auch:
globales Staatsschuldenwachstum = privates Geldvermögenswachstum

Ist das Angebot knapp (Verkäufermärkte – Regale leer), treibt der Staat den Aufbau der privaten Geldvermögen durch Zwangssparen der Privaten. Ist die Nachfrage knapp (Käufermärkte – Regale trotz Minizins voll, es wird sogar Werbung für Absatz gemacht) treibt der Geldsparer die Staatsverschuldung durch Zwangsverschuldung des Staates. Dies muss nicht der eigene Staat sein, denn man kann das Problem durch Exportüberschüsse exportieren – nur kommt man dann aus „dem Retten“ nicht mehr raus. Daraus abgeleitet die zweite Anleitung zur wirksamen Begrenzung der Staatsverschuldung  – sie gilt für Käufermärkte (die Regale sind voll-Zinsen unten) und besteht aus einem Satz:

„Wer ein Problem mit dem Wachstum der Staatsverschuldung hat, muss einfach nur die private Geldvermögensbildung begrenzen.“

Es lebe die GroKo, die hat ja die Verfassungs-Mehrheit, nun eine Guthabenbremse in die Verfassung zu schreiben. Mit einer gesteuerten Sachwertflucht der bisherigen Geldsparer sind die demnächst wieder eskalierenden Probleme in Europa gut lösbar.

Guthabenbremser aller Länder, mäßigt Euch


Liebe neue Freunde der Guthabenbremse,

ja, Sie meine ich, IWFler und die anderen, die sich mit solchen Plänen noch nicht in die Zeitung traun. Ich freue mich ja prinzipiell als Erfinder des Wortes Guthabenbremse, wenn meine Ideen so Raum greifen. Nur bitte nicht das Kind mit dem Bade ausschütten, da kommt nichts bei raus. Schafft erst mal die Sparzinsen incl. SparzinsERWARTUNGEN ab, dies wird wohl schon reichen.
Wenn nicht, macht eine feste Guthabensteuer ab 100T€. Aber nicht über Nacht als Überfall sondern als bekannte Spielregel. Dann wird in Geld wieder
auf irgendwas und nicht auf irgendwann gespart – alles schick.

Ein Rettungspaket für Deutschland – zwei neue Steuern braucht das Land


In Deutschland finden demnächst Koalitionsverhandlungen statt, ein wichtiges Thema werden Steuererhöhungen sein. Wir haben uns zu Zeiten der letzten großen Koalition das Verbot von Staatsverschuldung ins Grundgesetz geschrieben, nun muss  entsprechend gesteuert werden. Dazu nochmal die Staatsschuldenformel:

Staatsschuldenwachstum = Wachstum der privaten Geldvermögen minus Exportüberschüsse.

Exportüberschüsse waren bisher der Weg, wie wir die Staatsverschuldung unserer Geldsparer auf den Rest der Welt verlagert haben. Dass dieser Weg auch Deutschland auf die Füße fällt, werden wir bei der „Dauerretterei“ jetzt irgendwann mal begreifen.
Am Horizont droht auch eine Transferunion, bei der wir den Rest der Welt für die Einkäufe bei uns bezahlen – dies kann doch keiner wollen?

Der deutsche Staat muss also umSTEUERn, eine Exportsteuer einführen und die private Geldvermögensbildung mit einer Guthabenbremse begrenzen – z.B. mit einer Geldvermögensteuer ab 100T€ pro Kopf. Die beiden Steuern bedingen sich, da wir ohne Exportüberschüsse mit gleich bleibenden Salden der Geldvermögensbildung in der Depression sind, wenn wir nicht die Staatsschuldenbremse wieder abschaffen. Dies ist also die Frage – Staatsschuldenbremse abschaffen oder Exportsteuer plus Guthabenbremse einführen.

Und ja, die Einkommenssteuer für Geringverdiener sollten wir bei der Gelegenheit ganz abschaffen, diese Gruppe gibt Ihr Zusatzeinkommen ja auch komplett wieder aus – bedeutet, Beschäftigungswachstum ohne Staatsschuldenwachstum.

Ein guter Tag für den Frieden in Europa – in Zypern erstmals eine Guthabenbremse in Anwendung


Die Guthabenbremse ist zwar immer noch nicht diskutabel, aber ganz offensichtlich praktikabel. Schäuble gerade im ZDF-Horter-Journal:

„Die Einlagensache ist sensibel, dies muss man am Wochenende machen.“

Wenn es nun noch einen Bankenrun in Europa gibt, könnte die Bargeldabschaffung der nächste Schritt sein. Damit wäre der aktuelle Kriegsbedarf des Kapitalismus via nominaler Minuszinsen heilbar –  www.kapitalismus-verstehen.de.