„Dann geht doch rüber“ – bald Export von Ökonomen nach Nordkorea?


Oft wird der Saldenmechanik entgegen gehalten, dass aus den Ableitungen von Identitäten allein noch keine ökonomischen Vollaussagen möglich sind. Wenn man jetzt aber nur eine weitere Grundannahme trifft, den kapitalistischen KÄUFERMARKT mit seinem Angebotsüberschuss, wird dies völlig anders.

Dann kann man z.B. aus der Identität:

private Verkaufsüberschüsse (globale Geldvermögensbildung) = staatliche Kaufüberschüsse (globale Staatsverschuldung)

herleiten, dass die Geldsparer die globalen Staatsschuldentreiber sind. Einfach weil keine Angebotsknappheit wie in Verkäufermärkten ihren Nachfrageverzicht bedingt. Niemand kann mit demokratisch akzeptierten Mitteln aktuell die private Geldvermögensbildung ausreichend sanktionieren.

Bei den Horterökonomen werden dagegen die Verhältnisse des Verkäufermarktes postuliert, die für sozialistische Staaten mit ihrer Unterproduktivität typisch sind. In der DDR haben wir am Ende nach Bestellung 10 Jahre auf einen neuen „PKW Trabant“  und 25Jahre auf einen „Wartburg“ warten müssen. So geht „crowding out“ – der Staat kauft uns alles weg!

Und so bleibt eben der Spruch aus dem Titel, den sich viele Linke vor dem Mauerfall immer wieder anhören mussten. „Dann geht doch rüber“, liebe crowding out Ökonomen, in das Land wo eure Theorie noch passt.