Klimaeinkommen und Konjunktureinkommen verbinden


An der bargeldbedingten Nullzinsgrenze hat die klassische Geldpolitik der Notenbanken fertig. Wenn dann noch die privaten Pläne zur Geldvermögensbildung über den Plänen zur privaten Verschuldung liegen droht der Absturz in die Depression. Genau dort stehen wir heute in Europa. Jetzt wäre die Zeit für Fiskalpolitik,  der Staat könnte die für die Geldsparer nötige Verschuldung übernehmen. Dieser Weg wurde aber mit minderschlauen  Schuldenbremsen verbaut und ist politisch schwer umsetzbar. Weil es ja nicht bekannt bzw. nicht diskutabel ist, dass wir die Staatsschulden für die Geldsparer brauchen.
 
Wenn sich die demokratischen Staaten wegen ihrer bei gesamtwirtschaftlichen Fragen ungebildeten bzw. auch wissenunwilligen Wähler keine passende Fiskalpolitik trauen, muss dies halt die undemokratische EZB bzw. deren nationale Notenbanken  übernehmen. Man könnte es auch schön verbinden, ein #Klimaeinkommen und ein #Konjunktureinkommen. Marktversagen heilen durch für den „kleinen Mann“ relevante Zusatzeinkommen. Dieses Erlebnis würde wohl auch das Abtauchen in kollektiven Wahnsinn der eskalierenden Polarisation gerade noch stoppen.

Das #Konjunktureinkommen kommt von der #Bundesbank nach Vorgaben EZB und gesamtwirtschaftlicher Indikatoren. Es wird von der Bundesbank als „Forderung gegen Steuerzahler“ aktiv eingebucht und hat als Tilgung eine #Kreditsteuer, die bei zu starker Nachfrage erhoben wird.

Das #Klimaeinkommen ist der pro Kopf Anteil aus der Co2 Steuer-Aufkommen, sollte wohl auch gleich die Bundesbank machen, zu der haben die Leute mehr vertrauen als zur Legislative.

Klimaeinkommen – die Menschen für Nachhaltigkeit begeistern


Auch wenn solche Plakate auf den fridays for future Demos zu sehen sind, der Kapitalismus ist wohl nicht das Problem, sondern eher Teil der Lösung. Der fehlende Erfolg einer ökologischen Umgestaltung der Gesellschaft findet einen wesentlichen Grund in   planwirtschaftlichen Vorgaben und erfolglosen gesinnungsethischen Appellen. Der Staat sollte sich wohl besser darauf konzentrieren,  Marktversagen mit seiner Stärke zu heilen, dem Eintreiben von  Steuern.

Ein absehbar erfolgreicher Weg ist das Klimaeinkommen. Es folgt einem einfachen Prinzip. Man erhebt eine planmäßig wachsende CO2 Steuer in allen Verbrauchssektoren  und schüttet diese 1:1 pro Kopf  wieder aus. Durch den Steueranteil anderer Sektoren und von Energieverschwendern, erhält die Masse der Menschen so ein wesentlich höheres Klimaeinkommen, als sie selber an CO2-Steuern zahlt.  Man würde beispielsweise effektiv 200€ mehr für den direkten und indirekten Verbrauch fossiler Energie zahlen – aber 400€ Klimaeinkommen aus dem Steueraufkommen erhalten.
Dies ist natürlich kein bedingungsloses Grundeinkommen, aber dieses polarisierende Thema sollte man hier auch gar nicht aufmachen. Wichtig ist, das Klimaeinkommen ist ein soziales Projekt, welches kleinen Einkommen und Rentnern mehr netto in die Tasche bringt.

Klimaeinkommen ist so natürlich wesentlich positiver zu kommunizieren  als „CO2-Steuer“.  Und zur populären Steuervermeidung wird in diesem Fall ausdrücklich aufgerufen. Diese Steuervermeidung wird nicht unwesentlich auch durch Investitionen in eine CO2 frei Wirtschaft bestehen. Und nichts fehlt unserem Land mehr als inländische Investitionen zur Überwindung der lose/lose Importdefizite. Und ja, ein Klimaeinkommen reduziert beständig seine eigene Besteuerungsgrundlage. Aber dies kann man aber über steigende Steuersätze abfangen. Und für einen nachhaltigen Kapitalismus  und eine echte Naturverbrauchswende gibt es natürlich nicht nur CO2 zu besteuern. Eine denkbare Ausweitung der Besteuerungsgrundlage könnte also auch eine komplette Kreislaufwirtschaft nach dem cradle to cradle Prinzip anregen. Es muss sich nur rechnen…

Auf diesen Blogbeitrag linkt http://www.klimaeinkommen.de – gern würde ich diesen Text auch mit Euren Anregungen weiterentwickeln. Die Domain könnte auch an eine Bewegung übertragen werden, welche sich intensiver der Thematik widmet.

#Klimaeinkommen4future

Lass zappeln Hans Werner, wie die „kalte Dunkelflaute“ ihren Schrecken verliert.


Strom aus Sonne und Wind ist mittlerweile spottbillig geworden, nur noch wenige Eurocent/kWh wurden in den letzten Ausschreibungen zugeteilt.

Da bleibt den Kritikern eines 100% Umstiegs auf erneuerbare Energie nur das Argument, dass das Angebot an erneuerbarer Energie halt stark schwankt. Zwar ergänzen sich Sonne und Wind recht gut, aber es gibt sie natürlich,  die “ kalten Dunkelflaute“. Dies ist die Situation, wenn bei erhöhtem Strombedarf im Winter über längere Zeit wenig Solar- noch Windstrom  zur Verfügung stehen.  Mit chemischen Stromspeichern  oder Pumpspeicherwerken ist aber nur Kurzzeitschwankungen („Zappelstrom“)  beizukommen. Die kalte Dunkelflaute kann man aber prinzipiell mittels Windgas-betriebenen Reservekraftwerken (ideal mit Wärmenutzung als BHKW oder Brennstoffzelle)  händeln. Aber es macht natürlich Sinn, den Bedarf  an solchem Ausgleich  zu minimieren. Dies kann eine vernünftige Wärmewende leisten. Nicht nur, dass der Wärmebereich  einer der größten Verbrauchssektoren ist, die sinnvolle Kombination von elektrischer und molekular gespeicherter Regenerativ-Energie für die Wärmenutzung kann die Angebots-Schwankungen im Stromnetz ausgleichen. Hier geht es zu den #HomesforFuture 

Bargeld erhalten – Inflationsziel besser gestalten


Jede private Investition in reale Dinge stellt ein Risiko gegenüber Geldhaltung dar, deshalb wird ohne Erwartung von Gewinn gegenüber Geldhaltung nicht von Privaten investiert. Dies kann man auflösen, in dem nur noch der Staat der Investor ist, man nennt diese Lösung Sozialismus. Nachdem sich das irgendwie auch nicht so gut bewährt hat schlagen wir uns wieder mit dem ollen Kapitalismus und seinen Krisen herum bzw. sollten wir dies tun. Unsere Gesellschaftswissenschaft mit Namen VWL tut dies nicht, die lebt immer noch in einer Traumwelt der Tauschwirtschaft (Subsistenzwirtschaft) und kann deshalb zu Krisen des arbeitsteiligen Kapitalismus wenig beitragen.

Dies ist bedauerlich, denn offensichtlich steht die nächste Großkrise des Kapitalismus unmittelbar bevor. Krisen sind Kapitalismus dadurch definiert, dass es an Nachfrage insbesondere nach Investitionsgütern mangelt. Da die Nettoinvestition (nach Abschreibungen) gleichzeitig auch das gesamtwirtschaftliche Gewinnpotential darstellt, droht insbesondere bei ausgereiztem Zinssenkungspotential  eine selbstverstärkende Abwärtsspirale.

Eine Idee der Auflösung kapitalistischer Krisen ist es deshalb, ein unbegrenztes Zinssenkungspotential durch die Abschaffung des Bargelds herzustellen. Ist das Bargeld weg, kann eine Guthabensteuer als nominaler Negativzins jederzeit ein Gewinnpotential realer Investitionen gegenüber Geldhaltung herstellen. Der Autor dieser Zeilen hat vor 10 Jahren diesen Gedanken am Rande des G20 in London mit einem Kurzfilm angeregt, nur hat sich seither auch einiges in Richtung Überwachungsstaat geändert. Es sollten also bessere Antworten auf die Krisen des Kapitalismus gefunden werden.

Statt den Nominalzins auf negative Werte zu bringen, kann man einfach auch den Realzins (bereinigt um Inflation) auf negative Werte bringen. Dies geht, in dem das Inflationsziel auf 4 % erhöht wird und der Nominalzins bei Null bleibt. Eine Ziel-Inflation von nur 2% entwertet die Abschreibungseinnahmen nicht ausreichend.  So verschwindet global die Nettoinvestition (siehe Statistiken) und damit das Gewinnpotential in einem gigantischen Sachkapitalstock. Um die Inflation auf 4 % zu bringen, müssen allerdings die Löhne und Gehälter nach folgender Formel steigen:

Lohnsteigerungen/a = Produktivitätswachstum/a in % + 4 % Inflationsziel

Es sind jetzt also die Notenbanken, Gewerkschaften und Medien gefragt, das Bargeld,  die Freiheit  und den Frieden zu erhalten – dank 4 %/a Inflationsziel.

Geld ist Dritter Schulden


Ist es Ihnen bewusst? Lachen Sie manchmal diesbezüglich unbewusste Menschen aus, welche wachsende Verschuldung im Ausland beklagen? Noch nicht, dann fangen sie doch einfach 2019 damit an.

Oder können nur Kinder nackte Kaiser auslachen?

https://www.handelsblatt.com/finanzen/banken-versicherungen/bundesbankpraesident-weidmann-kritisiert-haushaltskompromiss-zwischen-der-eu-und-italien/23794276.html?ticket=ST-1177414-GpasBOdBXoBrfbtpWdPX-ap1&fbclid=IwAR0pJQCPj3Ydf9IREUUESp6fWdPUS9ZeM8z9E-3o6RXHEc258jM2ee2bvAQ

kurzes Aufklärungsvideo Geldsystem


Ja, es geht um Trivialitäten. Geldvermögen sind Dritter Schulden und Deutschland ist dank  durch Dumpingreformen induzierte Importdefizite der größte Schuldentreiber für den Rest der Welt. Aber für das Land des ökonomischen Kindergartenniveaus eben schön bildhaft gemacht. Wer es so einfach nicht versteht, will es nicht verstehen.

Ideal zum Verlinken unter jedem Narrenbeitrag, z. B. diesen
„Inzwischen allerdings hat Trump den Stein der Weisen gefunden: Wenn das Handelsdefizit der USA sinke, dann sinke auch das Haushaltsdefizit, behauptet er. Diesen Zusammenhang müssten auch Erstklässler begreifen, „so einfach ist es“. Schade, dass das außer ihm noch niemand begriffen hat.“

http://www.spiegel.de/wirtschaft/donald-trump-und-das-us-haushaltsdefizit-ein-fall-fuer-den-schuldenberater-a-1242851.html

 

„Privatüberschüsse“ als Neusprech für Staatsdefizite


So wie man Exportüberschüsse natürlich auch als Importdefizite bezeichnen kann, worauf auch schon andere gekommen, passt natürlich auch für Staatsdefizite der Begriff „Privatüberschüsse“.  Anhängern klassisch keynesianischer Lösungsmuster möchte ich hiermit natürlich mit diesem neuen Buschi-Neusprech beglücken. 🙂

Wer hat eigentlich was gegen Privatüberschüsse ?

Besser ist natürlich, wenn es dank realer privater Investitionen auch einen echten gesamtwirtschaftlichen Vermögensgewinn gibt. Möglichkeiten bietet ein Umstieg auf 100% erneuerbare Energie.